Mobilfunk 5G – die Vorteile
5G ist der Name für die fünfte Generation im Mobilfunk – der Nachfolger von 1G, 2G, 3G und 4G. Kurz gesagt: ein neues, leistungsfähigeres Netz, über das Handys, aber auch Maschinen und Geräte miteinander Daten austauschen. Genau wie bei den Vorgängern geht es dabei ums Senden und Empfangen von Daten und Sprache zwischen Gerät und Netz – nur eben deutlich schneller und stabiler.
Dank der größeren Bandbreite – vereinfacht gesagt: der Menge an Daten, die gleichzeitig durchs Netz passt – bringt 5G noch mehr als nur schnelleres Surfen. Möglich werden zum Beispiel Augmented Reality (computergestützte Einblendungen in der echten Welt), das vernetzte Zuhause oder Datenaustausch in Echtzeit. Technisch funkt 5G sowohl auf niedrigeren Frequenzen unter 6 GHz als auch auf sehr hohen über 24 GHz. Das macht das Netz flexibler und lässt sich leichter an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen – ein Vorteil besonders für Fabriken und Betriebe, die auf vernetzte Maschinen setzen (Stichwort Industrie 4.0).
Dahinter steckt der Wunsch nach einem leistungsfähigeren mobilen Netz – für ein besseres Nutzererlebnis, sicherere Verkehrssysteme, Medizin aus der Ferne (Telemedizin), computergestützte Landwirtschaft oder digitale Logistik. 5G setzt damit einen neuen Standard für drahtlose Netze und erschließt erstmals Frequenzen über 6 GHz, die für Mobilfunk bisher gar nicht nutzbar waren.
Was unterscheidet 5G von 4G?
5G ist schneller und effizienter als 4G – und erst recht als das ältere, aber noch aktive 3G. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde schlägt 5G sogar viele feste Breitbandanschlüsse: theoretisch hundertmal schneller als 4G. Diese Power ist auch nötig, denn die bisherige Technik stößt an ihre Grenzen, wenn es um Zukunftsthemen wie selbstfahrende Autos oder vernetzte Häuser geht.
Ein weiterer Unterschied: die niedrige Latenz. Das ist die Zeit, die eine Information braucht, bis sie beim Empfänger ankommt – bei 5G extrem kurz. Praktisch heißt das: Downloads und Uploads laufen flüssig, ohne dass das Netz in die Knie geht. Große Videos lassen sich fast ohne Ladezeit ansehen, ganz ohne das nervige Puffern. Und dank der kurzen Latenz fühlt sich die Verbindung ähnlich stabil an wie WLAN.
5G ist auch deshalb so leistungsfähig, weil es mit ganz unterschiedlichen Frequenzbereichen umgehen kann – lizenziert, gemeinsam genutzt oder frei, dazu niedrige, mittlere und hohe Bandbreiten. Das zeigt sich in Tempo und Kapazität: Bis zu 20 Gigabit pro Sekunde sind möglich, im Schnitt liegt die Datenrate bei rund 100 Megabit pro Sekunde. Weil das Netz gleichzeitig viel mehr Datenverkehr verträgt, gehören Stau und lange Ladezeiten weitgehend der Vergangenheit an.
Ein Ziel bei der Entwicklung von 5G war außerdem, den verfügbaren Frequenzbereich besser auszunutzen: von niedrigen Bandbreiten unter 1 GHz über mittlere zwischen 1 und 6 GHz bis hin zu hohen Bandbreiten über 24 GHz.
Was bringt 5G ganz konkret für Sie?
Höhere Datenraten nützen nicht nur Industrie und Wirtschaft, sondern genauso Ihnen als Nutzer. Weil immer mehr Lebensbereiche digital laufen, wird eine leistungsfähige mobile Verbindung fast schon zur Pflicht.
Mit 5G laufen auch anspruchsvolle Anwendungen wie Augmented Reality, Videochats oder Streaming in top Qualität – und praktisch ohne Verzögerung. Egal welche Art von Daten übertragen wird, es passiert quasi in Echtzeit. Das smarte Zuhause lässt sich so bequem von der Arbeit oder aus dem Urlaub steuern, und auch der eigene Computer ist komplett vom Smartphone aus erreichbar.
Wer sich für Zukunftstechnologien interessiert, kennt das Thema selbstfahrende Autos und smarte öffentliche Verkehrsmittel. Beides basiert auf einem leistungsfähigen Netz – und genau das liefert 5G.
WLAN und 4G werden durch 5G entlastet, weil sich der Datenstrom auf mehrere Netze verteilt. Das sorgt für weniger Ausfälle – und vernetzte Maschinen oder Geräte verbrauchen dabei sogar weniger Strom.
Auch die kurze Latenz zahlt für Sie ein: Große Dateien, Videos und Streams laufen schneller und stabiler. Und Bildung – ob Schule, Studium oder Fortbildung – lässt sich bequem von praktisch überall auf der Welt wahrnehmen.
Selbst die medizinische Versorgung kann zu großen Teilen online laufen. Für Menschen, die schlecht mobil sind, oder für ältere Menschen ist das ein echter Gewinn. Und wer umzieht, muss nicht zwangsläufig den Arzt des Vertrauens wechseln.
5G hilft außerdem bei der Sicherheit: Naturkatastrophen lassen sich früher erkennen, vermisste Personen schneller finden.
Wird WLAN jetzt überflüssig?
Von der reinen Leistung her ist 5G durchaus eine Alternative zu klassischem WLAN. Wie schnell die Verbindung tatsächlich ist, hängt aber von mehreren Faktoren ab – vor allem vom verwendeten Gerät und vom Standort.
Hohe Download-Geschwindigkeit und niedrige Latenz sprechen klar für 5G – das ist eine echte Verbesserung. Allerdings ist die Netzabdeckung noch nicht überall gleich gut, und der flächendeckende Ausbau braucht Zeit. Deshalb bleiben WLAN und 4G LTE weiterhin als „Backup" wichtig und werden auch weiterentwickelt. Selbst 3G ist teilweise noch aktiv.
Dazu kommt die nächste WLAN-Generation: WiFi 6. Sie verspricht bis zu viermal höhere Geschwindigkeiten als bisherige Netzwerke – und mehr Stabilität, selbst wenn viele Geräte gleichzeitig verbunden sind. Genau diese Zuverlässigkeit ist für Unternehmen entscheidend, denn Mobilfunk hat gerade auf dem Land noch Lücken. Ein stabiles WLAN kann diese uneinheitliche 5G-Abdeckung – ob Land oder Stadt – gut ausgleichen.
Ein weiterer Pluspunkt für WLAN: die Sicherheit. Gerade für Unternehmen zählt das besonders.
Die meisten Geräte im Alltag – etwa Tablets oder Smart-TVs – sind auf ein zuverlässiges WLAN angewiesen. Würde man von heute auf morgen komplett auf 5G umstellen, wären viele dieser Geräte kaum noch nutzbar.
Die wahrscheinlichste Lösung: 5G und WLAN existieren einfach nebeneinander. Zusammen ergeben sie ein Netzwerk, das schnelle mobile Verbindungen mit niedriger Latenz und ein stabiles, zuverlässiges Netz kombiniert.